xviii.ch – Jahrbuch

Das Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts erscheint alternierend als thematische Nummer, welche durch einen Gastherausgeber verantwortet wird, und als “offenes” Heft. Letzteres bietet die Möglichkeit, Artikel oder unveröffentlichte Dokumente über sämtliche Aspekte des schweizerischen 18. Jahrhunderts zu publizieren.

Annales_SSEDS_vol.1Die Publikationssprachen sind Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch.

Redaktionskommission: Sarah Baumgartner, Meike Knittel, Timothée Léchot, Miriam Nicoli
Verlag: Schwabe Verlag, Basel
Satz: Gabriel Dubois

Die Publikation wird unterstützt von der Schweizerischen Akademie der Geistes- und Sozialwissenschaften (SAGW)

Sie erreichen die Redaktion unter: jahrbuch@sgeaj.ch

Richtlinien für die Gestaltung der Beiträge (pdf)


Band 7/2016

Wissenszirkulation in der Schweiz des 18. Jahrhunderts: Akteure und Praktiken

Gastherausgeberinnen: Simona BOSCANI LEONI, Miriam NICOLI

Simona BOSCANI LEONI : Des questionnaires pour comprendre la nature : médiations et médiateurs de la recherche naturaliste à l’époque moderne

Meike KNITTEL : Gemeinsame Referenzpunkte und geteilte Richtungen: Johannes Gessner (1709-1790) als Vermittler der Linné’schen Botanik

Nicola NAVONE : Ritratto del conte-vescovo come pontefice : Frederick Hervey e la fortuna europea dei ponti di legno svizzeri

Claire GANTET : Entre les Lumières du sud-ouest germanophone et la Naturphilosophie berlinoise : La diffusion du somnambulisme entre 1780 et 1810

Miriam NICOLI : Le rêve d’une Europe savante connectée : Philippe-Rodolphe Vicat et la Bibliothèque médico-physique du Nord

Stefano BARELLI : Due poeti traduttori dal tedesco a confronto : Giuseppe Fossati e Francesco Soave

Sylvie MORET PETRINI : L’ironie et la polémique comme vecteurs de la diffusion des savoirs : Jean-Pierre de Crousaz et ses traités d’éducation

Inhalt
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Band 6/2015

Timothée LECHOT : L’insécurité poétique dans la Suisse francophone du XVIIIe siècle : deux palliatifs

Francesca CHIESI ERMOTTI : Pace e guerra nelle vicende di una famiglia di mercanti alpini. Conflittualità familiare nel casato Pedrazzinidi Campo Vallemaggia (XVIII s.)

Sarah BAUMGARTNER : Medien und Kommunikationspraxis der physikalischen Gesellschaft Zürich und ihrer ökonomischen Kommission

Helder MENDES BAIAO : Imaginaire politique et réformisme dans la Genève des Lumières : La « république heureuse » de Samuel de Constant

Stefania BIANCHI : Cittadini attivi assenti, assenti perché attivi. La mobilità delle genti luganesi nel 1798

Inhalt
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Band 5/2014

Neue Perspektiven auf Isaak Iselin / Nouvelles perspectives sur Isaak Iselin

Gastherausgeber: Florian Gelzer

Dem Reformdenken des 18. Jahrhunderts lieferte der Basler Isaak Iselin mit seinem vielfältigen Werk entscheidende Impulse und sicherte sich einen Platz al seiner der bedeutendsten Vertreter der Schweizer Aufklärung. Darüber hinaus fungierte er dank seiner weitgespannten Kontakte zu Protagonisten der Reformbewegungen in Deutschland und Frankreich als wichtige Drehscheibe im deutschfranzösischen Aufklärungsdenken. Diese beziehungsreiche Rolle Iselins als Inspirator und Vermittler wurde in jüngerer Zeit vermehrt auch im gesamteuropäischen Kontext untersucht. Dabei hat sich das Desiderat einer philologisch verlässlichen Textbasis als dringlich erwiesen, waren Iselins Schriften doch bislang in keiner modernen Ausgabe greifbar. Diesem Mangel kann nun die neue Auswahlausgabe von Iselins vielfältigem Wirken zu präsentieren. Mit frischem Blick auf das neu erschlossene Quellenmaterial schliessen die Beiträge kritisch an den neuesten Stand der Iselin-Forschung an.

Inhalt und Zusammenfassungen der Artikel
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Beiträge

Florian GELZER : Einleitung (→ lesen)

Sundar HENNY : Tahiti und Theorie. Zur Stellung von Ethnologie und Historie in Isaak Iselins Geschichte der Menschheit (→ lesen)

Lina WEBER : Isaak Iselin – ein Antiphysiokrat? (→ lesen)

Marcel NAAS : « Mit einer Methode, zu welcher ein Lehrer nicht aufgelegt ist, wird er gewiß nichts ausrichten ». Isaak Iselins Ideal von Schule, Lehrern und Unterricht (→ lesen)

Florian GELZER : Eine Frage des Stils. Zum Literaturverständnis Isaak Iselin (→ lesen)

Gideon STIENING : « Politische Metaphysik ». Zum Verhältnis von Moral und Politik bei Isaak Iselin (→ lesen)

Marie-Jeanne HEGER-ETIENVRE : Entre enthousiasme et rejet : Le Paris de Louis XV vu par le jeune Isaak Iselin (→ lesen)

Margaret GENNA und Lars LAMBRECHT : Die Patriotische Gesellschaft in Bern und die Anfänge der Geschichtsphilosophie. Ein Publikationsprojekt (→ lesen)


Band 4/2013

Das vierte Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft für die Erforschung des 18. Jahrhunderts präsentiert aktuelle Forschungsergebnisse zur französisch- und deutschsprachigen Aufklärung in der Schweiz.
Die Beiträge des Jahrbuches beleuchten das schweizerische 18. Jahrhundert aus verschiedenen disziplinären Perspektiven. Neben einem Rückblick von verschiedenen Schweizer Wissenschaftlern auf die Feierlichkeiten des 300. Geburtstages von Jean-Jacques Rousseau im Jahr 2012 wird in einem Beitrag auch das von Rousseau selbst hergestellte und mit handschriftlichen Bemerkungen versehene Herbar vorgestellt. Mit Beat Ludwig von Muralt steht in einem anderen Aufsatz ein weiterer berühmter Schweizer Aufklärer mit internationaler Ausstrahlung im Fokus. Aus ökonomischer Perspektive werden die volksaufklärerischen Bemühungen der Physikalischen Gesellschaft von Zürich analysiert. Darüber hinaus werden auch wichtige Einflüsse auf die Schweiz von Aussen erforscht, indem die Genfer Imitationen von französischen Möbeln vorgestellt werden oder die Verdienste des deutschen Adolph Traugott von Gersdorf für die schweizerische Geographie gewürdigt werden. Abgerundet wird das Jahrbuch mit einer Analyse von Germaine de Staëls französischer Perspektive auf die Schweiz.

Beiträge

Simone ZURBUCHEN (Fribourg): Von Muralts Lettres sur les Anglais und die Anfänge der Anglophilie auf dem europäischen Kontinent (→ lesen)

Stéphanie GENAND (Rouen): Germaine de Staël ou la belle étrangère: une identité entre la France et la Suisse (→ lesen)

Vanja HUG (Basel): Adolph Traugott von Gersdorfs Beitrag zur Erforschung der Geographie der Schweiz (→ lesen)

Carl MAGNUSSON (Lausanne): Le modèle architectural français et son imitation à Genève au XVIIIe siècle (→ lesen)

Tobias SIGRIST (Neuhausen am Rheinfall/Zürich): Volksaufklärung im Interesse des Profits? Die Physikalische Gesellschaft von Zürich und die Verschuldung der Landbevölkerung (→ lesen)

Alexa RENGGLI (Zürich): Das „Petit herbier pour Mademoiselle Julie Boy de la Tour“ von Jean-Jacques Rousseau (→ lesen)

Regards croisés sur le Tricentenaire de Jean-Jacques Rousseau. Textes de Claire JAQUIER, Alain CERNUSCHI, Michel SCHLUP et Jean-Daniel CANDAUX

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Band 3/2012

Neuchâtel – Zwischen deutscher und französischer Aufklärung

In Neuchâtel trafen während des 18. Jahrhunderts die Schweizer, die deutsche und die französische Kultur aufeinander. Die Stadt und ihr Umland bieten sich deshalb paradigmatisch dafür an, die schweizerische Aufklärung im Kontext der europäischen zu studieren. Im Fokus stehen wichtige lokale Akteure aus dem Leben Neuchâtels, deren Erforschung Ausblick auf schweizerische und europäische Themen der Aufklärung geben.
Dieses Jahrbuch enthält interdisziplinär ausgerichtete Studien, die verschiedene Persönlichkeiten des kulturellen Lebens von Neuchâtel zur Zeit der Aufklärung erforschen. Indem diese Akteure in ihren lokalen wie europäischen Kontexten verortet werden, werden intellektuelle Konturen und Praktiken des Wissens erkennbar, denen bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Da im Fürstentum Neuchâtel mehrere Kulturen zusammentrafen und es als klar umrissenes Hoheitsgebiet zugleich abgeschlossen und weltoffen war, entstand ein intellektueller, politischer und religiöser Mikrokosmos, in dem sich lokale und internationale Traditionen fruchtbar vereinten und dessen Erforschung Ausblick gibt auf die vielen Interessen und Themen der europäischen Aufklärung.

Beiträge

Pierre-Olivier LECHOT et Virginie PASCHE: Introduction (→ lesen)

Sabine PELLAUX: Henripolis (1625): repenser les relations commerciales dans l’Europe moderne (→ lesen)

Grégoire OGUEY: «Un éclat désagréable et scandaleux». Quand les archives neuchâteloises de Berlin font réapparaître des déchirements au sommet de l’État en 1740 (→ lesen)

Séverine HUGUENIN et Timothée LECHOT: Les noyés du Mercure suisse. Production et diffusion d’un savoir scientifique dans la première moitié du XVIIIe siècle (→ lesen)

Pierre-Olivier LECHOT: De Wolff à Zinzendorf. Portrait du polymathe Johann Peter Conrad Stadler (1720–1745) au miroir de son Mnemonicon en lapsus et errores (→ lesen)

Rossella BALDI: Collectionner la nature dans la région neuchâteloise à la moitié du XVIIIe siècle (→ lesen)

Sandrine GIRARDIER: Automates, prothèses et utilité publique. La mécanique selon Pierre et Henry-Louis Jaquet-Droz et Jean-Frédéric Leschot (→ lesen)

Virgine PASCHE: Quand la romancière se fait pamphlétaire. Aspects de la pensée politique d’Isabelle de Charrière autour des Lettres trouvées dans la neige (→ lesen)

Nadir WEBER: Zwei preussische Diplomaten aus Neuchâtel. Jean de Chambrier und Jean-Pierre Chambrier d’Oleyres zwischen Fürstendienst, Familieninteressen und Vaterlandsdiskursen (→ lesen)

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Band 2/2011

Die in diesem Band versammelten Beiträge thematisieren das schweizerische 18. Jahrhundert aus verschiedenen disziplinären Perspektiven. Sie zeigen, wie sehr die Schweiz mit anderen europäischen Ländern verbunden war, arbeiten aber auch spezifisch eidgenössische Problemlagen heraus, indem sie sich lokalen Räumen zuwenden. Gegenstand der Untersuchung sind u.a. der schweizerische Pietismus, die Universität Basel, das Theater- und Jahrmarktleben in Lausanne, polizeiliche Praktiken im Nachtleben Genfs sowie die politischen Debatten in Graubünden am Ende des 18. Jahrhunderts. Darüber hinaus werden mit Beat Ludwig von Muralt und Albrecht von Haller auch zwei der prominentesten Schweizer Aufklärer in den Blick genommen, deren Werke auf vielfältige Weise mit der europäischen Wissenschaft und Kultur verflochten waren.

Beiträge

Joachim REES: Reise und Retraite. Topographien der Erfahrung in Beat-Ludwig von Muralts «Lettres sur les Anglais et les Français et sur les Voyages» (→ lesen)

Marco CICCHINI: Gouverner la nuit au siècle des Lumières. Entre tyrannie des heures noires et plaisirs noctambules (→ lesen)

Shirley BRÜCKNER: Der «Frommen Lotterie». Pietistische Lospraktiken in der Schweiz (→ lesen)

Florence CATHERINE: Perception et représentation de la France dans le commerce savant dꞌAlbrecht von Haller (→ lesen)

Florian HITZ: Souveräne Herrschaft oder Vertragsverhältnis? Das historisch-politische Streitgespräch zwischen den Bündnern und ihren italienischen Untertanen (→ lesen)

Béatrice LOVIS: Les troupes de théâtre professionnelles à Lausanne. Étude dꞌun réseau culturel parcouru par les artistes itinérants (1750–1810) (→ lesen)

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Band 1/2010

Die Lebenswelten Pestalozzis im Spiegel seiner Korrespondenz (1760-1810) / Les mondes de Pestalozzi au miroir de sa correspondance (1760-1810)

Der Band enthält interdisziplinäre Studien, die ihren Ausgang von den europäischen Korrespondenzpartnern Pestalozzis nehmen. Korrespondenzen haben den Vorteil, dass sie sich nicht an der Systematik kanonisierter Probleme der akademischen Disziplinen orientieren, sondern der Logik des Lebens einzelner Menschen folgen. Sie sind, auch wenn sie sprachlich oft viel einfacher gehalten sind als publizierte Werke, aufwendiger zu lesen, weil sie nicht unmittelbar zu den Fragen führen, welche die heutigen Disziplinen als wichtig einstufen. Vielmehr verweisen Korrespondenzen auf die konkreten Lebenszusammenhänge der Akteure in ihrer Zeit, die – wie das Beispiel Pestalozzis exemplarisch zeigt – um 1800 ausserordentlich vielfältig sind und so den disziplingebundenen Historiographien korrigierend entgegenwirken. Die Studien zeigen, wie in Zeiten des gesellschaftlichen, politischen, wissenschaftlichen und wirtschaftlichen Umbruchs um 1800 die Lebenswelten der Menschen multipel, ihre intellektuellen und materiellen Kontexte plural und ihre Biographien ein Patchwork waren.

Beiträge

Daniel TRÖHLER, Rebekka HORLACHER: Das Europa des späten 18. Jahrhunderts, Pestalozzi und die Entstehung einer pädagogischen Öffentlichkeit (→ lesen)

Daniel TRÖHLER: Die Macht des Diskurses. Pestalozzis politische Sozialisation im radikalen Republikanismus Zürichs (→ lesen)

Norbert GRUBE: Die Fürsten beraten? Die Attraktivität des aufgeklärten Absolutismus für den republikanischen Publizisten (→ lesen)

Martin BONDELI: Pestalozzi und die schweizerische Ära der kritischen Philosophie (→lesen)

Danièle TOSATO-RIGO, Sylvie MORET PETRINI: Généraliser la méthode Pestalozzi? Une évaluation en Suisse romande et son horizon d’attentes (1806) (→ lesen)

Rebekka HORLACHER: Private Bildungsangebote, wohlhabende Eltern und die Karriereplanung ihrer Kinder in Pestalozzis Anstalt in Yverdon (→ lesen)

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