The Making of…

wer? was? wann? wo? Einblicke in das Forschungsprojekt «Catalogue raisonné der Druckgrafik nach Caspar Wolf» – zu sehen vom 11. April bis 26. Juli 2026 im Museum Caspar Wolf in Muri, mitkuratiert von SGEAJ-Mitglied Katja Häckel.

Heute sind es Ikonen der europäischen Landschaftsmalerei. Seine Bilder verfertigte der Alpenmaler Caspar Wolf (1735–1783) im Auftrag des Berner Verlegers Abraham Wagner. Die prächtigen Ölgemälde sollten als Vorlagen für Kupferstiche dienen, die Wagner zusammen mit Texten des Naturforschers Jakob Samuel Wyttenbach zu publizieren gedachte. Heute sind insgesamt 137 verschiedene Ausgaben von Stichen nach Motiven von Caspar Wolf bekannt. Und man weiss fast nichts über deren Entstehung und Verbreitung. Das ändert sich jetzt.

Ein Mehrjahresprojekt von Murikultur widmet sich den bislang wenig erforschten Umständen dieses aussergewöhnlichen Publikationsvorhabens im Zeitalter der Aufklärung. Wer ausser Caspar Wolf war vor 250 Jahren mit von der Partie? Als Kolorist? Als Stecher? Als Verleger? Als Financier? Als Sammler? Als Berg- und Naturfreund? Als Tourist? An welchen Motiven war das Publikum des 18. Jahrhunderts interessiert? Wie funktionierte die damals ganz neu erfundene Technik des Farbdrucks? Wieso ist das ambitionierte Vorhaben schlussendlich gescheitert? Der Fragen sind noch viel mehr.

Ein Blick über die Schultern und hinter die Kulissen: Die Ausstellung zeigt, vor welchen Herausforderungen das Forschungsteam steht, und wie sich dessen Mitglieder – nicht selten Sherlock Holmes-mässig mit der Lupe ausgerüstet – auf Spurensuche begeben.

Die Ausstellung wurde von SGEAJ-Mitglied Katja Häckel kuratiert, in Zusammenarbeit mit Peter Fischer, Nadia Häfner und Kristina Pfister (Projetteam «Catalogue raisonné der Druckgrafik nach Caspar Wolf»).

Weitere Hinweise zur Ausstellung finden Sie hier.